Samstag, 19. Dezember 2020

Trotz Corona erleben die Wurzelzwerge eine schöne Vorweihnachtszeit

Fast schon 9 Monate müssen die Wurzelzwerge nun schon mit Corona leben. Vieles hat sich verändert, ist nicht mehr möglich, darf nicht mehr sein….. Ein gravierendes Beispiel:

Mama und Papa dürfen morgens nicht mehr mit hinein in die Kita. An der Kita – Tür heißt es Tschüss sagen. Zum Glück gibt es in der Kita das Winke Fenster und das hat in dieser Zeit an Bedeutung zugenommen. Bei aller Traurigkeit hat es doch dazu geführt, dass die Kinder selbstständiger geworden sind.

Sie haben auch gelernt, dass es besonders wichtig ist, auf sich und die anderen aufzupassen. Dazu gehört: regelmäßiges Händewaschen, Husten und Niesen in die Armbeuge, stündlich offene Fenster zum 5 min. lüften. Dass alle Erwachsenen (Außer die Erzieherinnen innerhalb der Kita) einen Mundschutz tragen müssen. Die Kinder machen das wirklich ganz toll und sind auch stets bemüht es den Kleineren zu zeigen.

Ganz wichtig ist es für das Team der Kath. Kita Elmstein in dieser Zeit den Kindern mit festen Ritualen und Strukturen Sicherheit zu geben.

Das gilt ganz besonders für die Adventzeit, denn feste Gewohnheiten sind unverzichtbar.

Bei den Wurzelzwergen gibt es gerade in der Vorweihnachtszeit viele feste Bräuche und diese wurden trotz Corona beibehalten, wenn auch manchmal etwas verändert, abgewandelt.

Dazu gehört unter anderem das wöchentlich stattfindende Adventsfrühstück. Immer montags wird am weihnachtlich geschmückten Tisch gemütlich gefrühstückt. Die nächste Kerze am Adventskranz angezündet, Weihnachtslieder gehört und die neue Woche begrüßt.

Zum täglichen Ablauf gehört selbstverständlich auch der Adventskalender. In diesem Jahr hat es sich das kleine Gespenst Bartholo in der Kita „gemütlich“ gemacht.

Bartholo gehört zu einer Gespensterfamilie, die in einem Kindergarten wohnt?

Sowas gibt’s doch gar nicht! Oh, doch: Im Kindergarten, da wohnen nämlich Mama und Papa Kistenschreck mit ihrem Sohn Bartholo. Und der wünscht sich nichts sehnlicher als einen eigenen Weihnachtsbaum. Dumm nur, dass Gespenster gar kein Weihnachten feiern, sondern erschrecken müssen. Ein Fensterbild-Kalender über Freundschaft, Hoffnung und ein kleines Adventsgespenst mit einem ganz großen Traum. Mit Malvorlagen und Bastelideen zum Mitmachen.

Jeden Morgen galt es nun für ein Kind im morgendlichen Adventskreis das Gespenst Bartholo zu suchen, denn er versteckte sich jeden Tag aufs Neue. Dazu passend wurden die Abenteuer des kleinen Gespenstes erzählt.

Bischof Nikolaus, den die Wurzelzwerge sonst immer in der Kirche antreffen, hat sich in diesem Jahr still und heimlich in die Kita geschlichen und während des Morgenkreises die Schuhe und Fächer der Kinder mit kleinen Leckereien gefüllt.

Besonders eindrucksvoll fanden die Kinder jedoch wieder den gemeinsamen Aufbau der Gruppen-eigenen Krippe. In diesem Jahr zwar kleiner, als im Jahr des Elmsteiner Krippenpfades, Maria und Josef wurden aber auch in diesem Jahr von den Kindern täglich ein Stück näher zum Stall begleitet.

Hierbei kam das Erzähltheater (Kamishibai) zum Einsatz und so führte König Adventus die Kinder an das Weihnachtsevangelium heran.

König Adventus wünschte sich zu Weihnachten von seinen Ministern und seinem Volk die ECHTE Weihnachtsgeschichte. Als Kind hatte diese ihm seine Oma und Mama immer erzählt. Leider vergaß der König mit den Jahren die Geschichte. Kein Mensch in seinem Reich kannte das Weihnachtsevangelium und der König wollte schon Weihnachten ausfallen lassen. Dank der resoluten Köchin, die im Schlosshof lautstark der Küchenmagd und dem Laufburschen Anweisungen gab, fielen dem König nach und nach Teile der Geschichte ein. Als ihm Heilig Abend das noch fehlende, wesentliche Merkmal einfiel, nämlich das neugeborene Kind, konnte endlich Weihnachten gefeiert werden.

Auch weihnachtliche Bilderbücher, Geschichten und Fingerspiele erfreuten die Kinder in dieser magischen Zeit. So wurde den Kindern eindrucksvoll vor Augen geführt, dass Weihnachten immer näher rückt.

Was auch in diesem Jahr nicht fehlen durfte, war die Weihnachtsbäckerei. In Corona Zeit haben anstelle von Mamas und Omas die Erzieherinnen mit den Kindern Weihnachtsplätzchen gebackt. Mit viel Eifer waren die kleinen Schleckermäulchen bei der Sache.

Auch die Eltern wurden in die adventlichen Aktivitäten mit eingebunden. So bekamen sie an jedem Adventwochenende eine kleine Weihnachtliche Grußkarte mit nach Hause.
Mit viel Liebe gestalteten die Kinder auch die Weihnachtsgeschenke für ihre Eltern, sodass einem schönen Weihnachtsfest nichts mehr im Wege steht.

Wegen dem anstehenden Lock down, musste die Weihnachtsfeier vorverlegt und abgewandelt werden. Doch die Verbindung zum Christkind hat gut funktioniert und so hat es auch in der Kürze der Zeit den Weg in die Kita gefunden und ganz viele Geschenke für die Kinder unter dem Weihnachtsbaum versteckt.

An dieser Stelle dem Spender der Geschenke nochmals ein ganz großes Dankeschön.

Auch in diesem Jahr war es dem Elternbeirat eine Herzensangelegenheit, dem gesamten Kita-Team „Danke“ zu sagen für die geleistete Arbeit und das Engagement in dieser schwierigen Zeit. Die Elternbeiratsvorsitzende hat sich zusammen mit den anderen Mitgliedern dafür eine tolle Überraschung ausgedacht. In unserer „Guten Stube“ war ein großes Herz mit vielen Teelichtern gelegt und an der Wand ein großes Transparent mit der Aufschrift: „Danke“ angebracht. Nach einer kurzen Ansprache verbunden mit einem emotionalen Gedicht wurde jeder Erzieherin ein liebevoll verpacktes Geschenk überreicht.
Die Überraschung war gelungen und die Freude darüber sehr groß.
Wir bedanken uns recht herzlich für die uns entgegengebrachte Wertschätzung bei allen Eltern und dem Elternbeirat.

Nun sind erst mal Weihnachtsferien und wir freuen uns auf das bevorstehende Fest. Es wird anders sein wie sonst, vielleicht aber mit mehr Ruhe und Besinnlichkeit.

Zum Schluss noch ein herzliches Dankeschön an Sie, liebe Eltern.

Vielen Dank für all Ihre Fürsorge, Ihre Bemühungen, Ihre Rückmeldungen und Ihr Durchhaltevermögen. Die letzten Monate haben uns gezeigt wie unendlich wichtig es ist, dass wir (Team und Eltern) als Partner zusammenarbeiten und wir sind dankbar, dass uns dieses Miteinander durch die Zeit trägt.
Bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich und Ihre Mitmenschen auf.

Wir wünschen Ihnen ein gutes, neues Jahr 2021!

 

Autorin: Barbara Mock