Mittwoch, 22. April 2026
Erste Hilfe, die verbindet – Fortbildung der katholischen Talkitas
An zwei intensiven Fortbildungstagen, dem 15. und 22. April dieses Jahres, nahmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der fünf katholischen Talkitas aus Elmstein, Esthal, Lindenberg, Weidenthal und Lambrecht an einem umfassenden Erste-Hilfe-Kurs teil. Veranstaltungsort war das katholische Pfarramt in Lambrecht, das eigens für die Schulung von 8 bis 16 Uhr vorbereitet wurde und optimale Bedingungen für konzentriertes Lernen und praktisches Üben bot.
Durchgeführt wurde der Kurs von einem erfahrenen Ausbilder der Malteser, der mit viel Fachwissen, Engagement und einer angenehm kurzweiligen Art durch die Inhalte führte. Besonders hervorzuheben ist, dass neben den klassischen Erste-Hilfe-Maßnahmen auch die Erste Hilfe am Kind in unterschiedlichen Altersstufen intensiv behandelt wurde. Gerade im Kita-Alltag ist dieses Wissen von großer Bedeutung, da sich Maßnahmen je nach Alter und Entwicklungsstand der Kinder unterscheiden.
Die Teilnehmenden profitierten nicht nur von klar strukturierten und anschaulich erklärten Inhalten, sondern vor allem von den zahlreichen praktischen Übungen. Ob stabile Seitenlage, Herz-Lungen-Wiederbelebung oder das richtige Verhalten in kindgerechten Notfallsituationen – alles konnte direkt ausprobiert und gefestigt werden. Die praxisnahe Vermittlung sorgte dafür, dass sich die Abläufe sicher einprägen konnten und Hemmungen im Ernstfall abgebaut wurden.
Viele der Inhalte waren den Teilnehmenden noch präsent, gleichzeitig wurde deutlich, dass sich einige Empfehlungen und Vorgehensweisen im Laufe der Zeit verändert haben. Auch neue Entwicklungen wurden thematisiert: So wird derzeit die Notrufnummer 113 aufgebaut, die voraussichtlich ab Mitte des Jahres für psychische Krisen und zur Suizidprävention zur Verfügung stehen soll. Solche Neuerungen unterstreichen, wie wichtig es ist, regelmäßig an Fortbildungen teilzunehmen und stets auf dem aktuellen Stand zu bleiben.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Kurses war die Auffrischung zentraler Notrufnummern und deren Bedeutung:
- 110 – Polizei: bei Gefahr, Straftaten oder Bedrohungssituationen
- 112 – Rettungsdienst und Feuerwehr: bei medizinischen Notfällen, Unfällen oder Bränden
- 19222 – Krankentransport: für nicht lebensbedrohliche medizinische Transporte (regional unterschiedlich mit Vorwahl zu wählen)
- 06131 19240 – Giftnotruf Mainz: bei Vergiftungen oder Verdacht darauf
- 116117 – Ärztlicher Bereitschaftsdienst: bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen außerhalb der regulären Sprechzeiten
Neben dem fachlichen Zugewinn hatte die Veranstaltung auch eine wertvolle soziale Komponente: Das gemeinsame Lernen, Üben und der Austausch zwischen den Teams stärkten das Miteinander der Einrichtungen. Die zwei Tage boten Raum für Gespräche, gegenseitige Unterstützung und gemeinsames Lösen von Übungssituationen – ein Erlebnis, das zusammenschweißt und den Teamgeist nachhaltig fördert.
So blicken die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf zwei lehrreiche, praxisnahe und verbindende Tage zurück – mit gestärktem Wissen und dem guten Gefühl, für den Ernstfall bestens vorbereitet zu sein.
von Jasmin Wittmann


