Dienstag, 03. Februar 2026

Blasiussegen in der Kita St. Cyriakus – Ein Zeichen des Schutzes und der Gemeinschaft

Ein besonderer Moment der Besinnung und des Miteinanders prägte den Vormittag in der Kita St. Cyriakus in Lindenberg: Kaplan Praveen spendete am Gedenktag des heiligen Blasius den traditionellen Blasiussegen. Sowohl die Kinder als auch die pädagogischen Fachkräfte versammelten sich dazu in der Turnhalle der Einrichtung.

Mit zwei gekreuzten Kerzen in den Händen sprach Kaplan Praveen Isukupalli jedem Einzelnen den Segensspruch zu: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen.“ Dabei hielt er die brennenden Kerzen nah an den Hals – ein eindrucksvolles Ritual, das die Kinder neugierig und aufmerksam verfolgten. Einige der Mädchen und Jungen staunten über die besondere Form des Segens, andere betrachteten die warm leuchtenden Kerzen mit großen Augen.

Der heilige Blasius war im 4. Jahrhundert Bischof von Sebaste (im heutigen Armenien). Der Überlieferung nach rettete er einem Jungen das Leben, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte. Deshalb gilt der heilige Blasius bis heute als Schutzpatron gegen Halskrankheiten. Der Blasiussegen, der traditionell am 3. Februar – einen Tag nach dem Fest „Mariä Lichtmess“ – gespendet wird, erinnert an diese Legende und ist Ausdruck des Vertrauens auf Gottes Schutz und Fürsorge.

Kaplan Praveen Isukupalli nahm sich viel Zeit für die Kinder, erklärte in kindgerechten Worten die Geschichte des heiligen Blasius und beantwortete geduldig ihre Fragen. Gemeinsam wurde gebetet und gesungen. Die ruhige, feierliche Atmosphäre machte den Moment für viele zu einer besonderen Erfahrung im Kita-Alltag.

Die Leitung der Kita St. Cyriakus - Jasmin Wittmann - bedankte sich herzlich bei Kaplan Praveen für sein Kommen und die liebevolle Gestaltung der kleinen Andacht. „Es ist schön, dass wir solche Traditionen lebendig halten können und die Kinder erfahren, was hinter diesen Bräuchen steckt. Der Blasiussegen schenkt nicht nur Schutz, sondern auch Gemeinschaft und Vertrauen.“

Mit einem Lächeln und einem guten Gefühl kehrten die Kinder anschließend in ihre Gruppen zurück – vielleicht ein wenig beeindruckt von den brennenden Kerzen, vor allem aber gestärkt durch einen besonderen Segen zum Jahresbeginn.

 

von Jasmin Wittmann