Sonntag, 22. März 2026
Kath. Pfarrei Hl. Johannes XXIII. Lambrecht: Diakone zur Predigtreihe eingeladen
Die vierzigtätige Fastenzeit ist eine besondere Zeit der Neubesinnung auf das Evangelium. „Kehre um und glaube an das Evangelium“ hieß es am vergangenen Aschermittwoch. Neu auf das Evangelium hören – auch durch andere Prediger. Dazu lädt die Pfarrei vier Diakone ein. Der Ausgangspunkt der Predigten ist das jeweilige Tagesevangelium. Zeit und Ort sind immer der Sonntagsgottesdienst um 10:30 Uhr im Lambrecht (Pfarrsaal im kath. Pfarramt).
Am 1. Fastensonntag, den 22. Februar, predigt Diakon Stefan Kopf aus der Pfarrei Waldsee. Der 37jährige Pfälzer wurde 2025 im Dom geweiht, ist verheiratet und hauptberuflich Finanzabteilungsleiter beim Rhein-Pfalz-Kreis.
Am 3. Fastensonntag, den 8. März, besteigt Diakon Karl-Hermann Wadle die Kanzel. Wadle wurde 1950 geboren, 2004 zum Diakon geweiht und unterstützt trotz Ruhestands die große Pfarrei Herxheim bei Beerdigungen, Krankenbesuchen, Hochzeiten und Taufen.
Am 4. Fastensonntag, den 15. März, ist Diakon Andreas Matheis an der Reihe. Matheis ist kein Unbekannter, stammte doch seine Mutter aus Neidenfels. Sein Diakonatspraktikum leistete er unter Pfarrer Groh in Weidenthal und unterstütze tatkräftig unsere Pfarrei während der Krankheit von Pfarrer Neumer. Er wurde 1960 geboren, ist verheiratet, wurde 1994 geweiht und wirkt in der Pfarrei Bad Dürkheim.
Am 5. Fastensonntag, den 22. März, ist Diakon Markus Heumüller zu Gast. Er ist pensionierter Lehrer und ebenfalls verheiratet. Als Seelsorger begleitet er viele Jugendliche und wirkt in der Pfarrei Hl. Augustinus, Landau.
Am 2. Fastensonntag predigt kein Diakon, da an diesem Sonntag die Erstkommunionkinder vorgestellt werden.
Die katholische Kirche kennt das dreistufige Weiheamt: Diakon, Priester und Bischof. Das II. Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965) hat den Ständigen Diakonat als eigene und beständige Weihestufe des kirchlichen Amtes wieder eingeführt. In diesem Sinne ist der Diakonat nicht nur Durchgangsstufe zum Priesteramt. Ständige Diakone können verheiratet sein und arbeiten teils hauptamtlich für die Kirche oder in einem Zivilberuf. Sie vereinen weltlicher Alltag, Familie, Ehe und geistliches Amt in sich. Von seinem Profil her soll der Diakon gerade die Notleidenden im Blick haben und in den Fokus der Gemeinde stellen. Er darf beerdigen, taufen, verheiraten und unterstützt einen Priester bzw. Bischof im Gottesdienst. Berühmte Diakone waren z.B. der erste Märtyrer Stephanus, der Hl. Laurentius von Rom oder Franz von Assisi.
Der biblische Ursprung des Diakonats ist in der Apostelgeschichte, Kapitel 6, beschrieben:
"In diesen Tagen, als die Zahl der Jünger zunahm, begehrten die Hellenisten gegen die Hebräer auf, weil ihre Witwen bei der täglichen Versorgung übersehen wurden. Da riefen die Zwölf die ganze Schar der Jünger zusammen und erklärten: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und uns dem Dienst an den Tischen widmen. Brüder, wählt aus eurer Mitte sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit; ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen. Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben. Der Vorschlag fand den Beifall der ganzen Gemeinde und sie wählten Stephanus, einen Mann, erfüllt vom Glauben und vom Heiligen Geist, ferner Philippus und Prochorus, Nikanor und Timon, Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia. Sie ließen sie vor die Apostel hintreten und diese legten ihnen unter Gebet die Hände auf. Und das Wort Gottes breitete sich aus und die Zahl der Jünger in Jerusalem wurde immer größer [...]."
