Donnerstag, 14. Mai 2026

Ökumenischer Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt im Naturfreundehaus Elmstein

Feier musste wegen Wildschweinschäden und Regen zweimal umgeplant werden

Der ökumenische Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt findet traditionell unter freiem Himmel auf dem Spielplatz im Iptestal statt. In diesem Jahr musste jedoch umgeplant werden: Der Platz ist wegen Wildschweinschäden derzeit gesperrt. Als Ausweichort war zunächst der Außenbereich  des Naturfreundehauses Elmstein vorgesehen. Wegen des regnerischen Wetters wurde die Feier schließlich in den großen Bewirtungsraum im Untergeschoss verlegt.

Trotz der veränderten Rahmenbedingungen kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher zusammen, um den Himmelfahrtsgottesdienst gemeinsam zu feiern. Die Begrüßung übernahm Pfarrerin Sarah Schulze. Gestaltet wurde der Gottesdienst außerdem von Pfarrer Frank Wiehler, Gemeindediakon Matthias Vorstoffel und Gemeindereferent Michael Kolar.

Der Gottesdienst stand im Zeichen ökumenischer Verbundenheit: Menschen unterschiedlicher Konfessionen kamen zusammen, um miteinander zu beten, zu singen und Christi Himmelfahrt gemeinsam zu begehen.

Die Schriftlesung hielt Gemeindediakon Matthias Vorstoffel. Im Mittelpunkt stand der Abschnitt aus der Apostelgeschichte, Kapitel 1, Verse 4 bis 11. Darin wird berichtet, wie Jesus seinen Jüngern den Heiligen Geist verheißt und sie beauftragt, seine Zeugen „bis an das Ende der Erde“ zu sein. Zugleich erzählt der Text von der Himmelfahrt Jesu: Vor den Augen der Jünger wird er emporgehoben, eine Wolke nimmt ihn auf, und zwei Männer in weißen Gewändern richten den Blick der Zurückbleibenden wieder auf ihren Auftrag in der Welt.

Den Predigtteil gestalteten Pfarrer Frank Wiehler und Gemeindereferent Michael Kolar gemeinsam. Inspiriert war er von Reinhard Meys bekanntem Lied „Über den Wolken“. Doch der Blick blieb nicht nur oben. Entscheidend war die Frage: Wie geht es eigentlich „unter den Wolken“ weiter? Christi Himmelfahrt wurde dabei nicht als Abschied ins Ungewisse verstanden, sondern als Ermutigung für das Leben hier und jetzt. Wer nach oben schaut, soll nicht stehen bleiben, sondern gestärkt weitergehen – mit Hoffnung, Vertrauen und dem Auftrag, Gottes Liebe im Alltag sichtbar werden zu lassen.

Für die musikalische Begleitung sorgten der Protestantische Posaunenchor Appenthal „Soli Deo Gloria“ unter der Leitung von Christa Rottmayer sowie „Junges Blech Appenthal“ unter der Leitung von Thomas Rottmayer. Mit ihren Beiträgen gaben die Musikerinnen und Musiker dem Gottesdienst einen festlichen und zugleich vertrauten Rahmen.

Im Anschluss an den Gottesdienst bestand Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein im Naturfreundehaus Elmstein. So wurde aus der ursprünglich als Freiluftfeier geplanten Veranstaltung trotz Regen und Ortswechsel ein gelungener Himmelfahrtstag in guter Gemeinschaft.

 

von Harald König