Montag, 25. Mai 2026
Feuer und Flamme
Ökumenischer Pfingstgottesdienst taLWEit in der kath. Kirche in Weidenthal
An Pfingstmontag kamen zahlreiche Gläubige in der katholischen Kirche in Weidenthal zum ökumenischen taLWEiten Gottesdienst zusammen. Feuer und Flamme - die Feier stand ganz im Zeichen des Pfingstfestes und der christlichen Gemeinschaft über Konfessionsgrenzen hinweg.
Zu Beginn begrüßte Pfarrer Frank Wiehler die Besucherinnen und Besucher und stellte die Bedeutung des Pfingstfestes in den Mittelpunkt seiner Worte. Pfingsten sei „das Fest der vielen Töne, der vielen Stimmen und doch das Fest der Einheit“. Gottes Geist zeige sich in vielfältiger Weise – mal als sanfter Hauch, mal als begeisterndes Feuer. Gerade diese Vielfalt mache das Wesen des Heiligen Geistes aus.
In seinen Begrüßungsworten verglich Pfarrer Frank Wiehler den Heiligen Geist mit einer frischen Brise, die Menschen bewegt, Gemeinschaft stiftet und verbindet. Der ökumenische Gottesdienst sei dafür ein sichtbares Zeichen. Trotz bestehender Unterschiede zwischen den Konfessionen feiere man gemeinsam den Glauben und vertraue darauf, dass Gottes Geist unter den Menschen wirke. „Heute sind wir zusammen und wollen Gottes Geist mitten unter uns spüren“, sagte Wiehler. „Stammelnd, singend und hörend feiern wir Pfingsten.“
Die Lesung aus der Apostelgeschichte wurde von Martin Eichhorn vorgetragen und erzählte vom ersten Pfingstfest in Jerusalem. Durch den Heiligen Geist erhalten die Jünger Mut, die Botschaft Jesu zu verkünden. Menschen unterschiedlicher Herkunft verstehen sie in ihren eigenen Sprachen – ein Zeichen für die verbindende Kraft Gottes.
Mitgestaltet wurde der Gottesdienst außerdem von Pfarrerin Susanne Dietrich und Gemeindereferent Michael Kolar, die die Predigt übernahmen. In ihremDialog zum Thema „Feuer und Flamme“ gingen sie der Frage nach, was Menschen begeistert und antreibt. Ausgehend von den Pfingstberichten beschrieben sie den Heiligen Geist als Kraft Gottes, die Menschen aus ängstlichem Abwarten und Rückzug herausführt und sie ermutigt, auf andere zuzugehen und aktiv zu werden. Dabei erinnerten sie daran, dass Gottes Geist nicht nur als mächtiges Feuer, sondern auch als sanfter Hauch wirken kann. Die Predigt schlug den Bogen von den ersten christlichen Gemeinden bis in die Gegenwart und fragte danach, wofür Menschen heute „Feuer und Flamme“ sind.
Begeisterung für Familie, Musik, Gemeinschaft, Gerechtigkeit oder den Glauben könne Menschen bewegen und andere anstecken. Der Heilige Geist, so die Botschaft der Predigt, wirke auch heute dort, wo Menschen mit Herz und Überzeugung für etwas Gutes eintreten.
Für die musikalische Umrahmung sorgte ein eigens gebildeter Projektchor mit Sängerinnen und Sängern aus den Kirchenchören des Tals. Die Leitung hatte Thomas Kaiser übernommen.
Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Besucherinnen und Besucher zu einem gemütlichen Beisammensein bei Getränken und einem kleinen Imbiss in die Kirche eingeladen. Dabei bot sich Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen über die Konfessionsgrenzen hinweg.
von Harald König


